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So nutzen Sie Führungslinien für Ihre Bilder

26. April 2019

Sie funktionieren unterbewusst und unauffällig, spielen bei der Wahrnehmung eines Bildes aber dennoch eine entscheidende Rolle: Führungslinien.

Ganz gleich, ob unauffällig im Hintergrund oder deutlich erkennbar, lenken Linien den Blick des Betrachters durch das Bild.

Erhalten Sie in diesem Artikel sieben Tipps, wie Sie Führungslinien effektvoll für Ihre Aufnahmen verwenden können.
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1. Offensichtliche Führungslinien: Wege, Strassen und Schienen


Strassen, Wege, aber auch Eisenbahnschienen, haben einen grossen Vorteil: Sie sind fast überall zu finden und für Fotografien damit in den meisten Fällen nach Belieben einsetzbar. Dabei können sie verschiedene Effekte erzielen. Eine Strasse, die vom unteren Bildrand aus dem Horizont entgegenführt, fokussiert den Blick des Betrachters in der Bildmitte. Dagegen kann eine Strassenkurve, die sich im unteren Bildbereich in die Ferne schlängelt, für eine beeindruckende Bildtiefe sorgen, ohne dass sie sich dabei im Bildmittelpunkt befinden muss.

Doch Achtung: Dosieren Sie derartige Infrastruktur-Führungslinien sparsam und vermeiden Sie – sofern Sie dies nicht ganz bewusst arrangieren – die Dopplung zu vieler Führungslinien, wie dies z. B. an einer Stadtkreuzung sein könnte, wenn sich Strassenbahnschienen und Strassen kreuzen und so eher zu einer Verwirrung des Betrachters führen könnten!
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2. Städtische Führungslinien: Häuser, Zäune und Laternen


Nicht nur Strassen oder Wege können Bildern die notwendige Linienführung und Tiefe verleihen, sondern auch die verschiedenen architektonischen Linien einer Stadt. So kann sich beispielsweise mit der Aufnahme einer Reihe von Gebäuden aus der richtigen Perspektive eine perfekte Führungslinie ergeben. Gleiches gilt für Zäune und Strassenlaternen. Allerdings sollten Sie aufpassen, dass die Zusammenführung der Gebäude, Zäune oder Strassenlaternen in Richtung Bildmitte tatsächlich funktioniert, da oftmals eine Verzerrung durch den Einsatz der Kameralinse stattfindet.

Übrigens: Auch längliche Werbebanner an Häuserwänden können sich als Führungslinien eignen und zusätzlich für interessante Effekte sorgen.
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3. Natürliche Führungslinien: Pfade, Baumkronen und Bachläufe


Auch in der Natur lassen sich ohne Mühen viele Führungslinien finden. Oft sind sie in den unterschiedlichsten Formen und Mustern auf dem Boden vorzufinden, z. B. als gepflasterte Wege oder einfache Linien im Gras oder auf dem Strand. Auch Bachläufe können sich als Führungslinien eignen. In der Regel führen natürliche Führungslinien den Blick des Betrachters immer auf die Bildmitte hin.

Für Fotografen lohnt sich zudem auch der Blick in den Himmel, denn auch mithilfe der aufeinander zulaufenden Baumkronen kann sich ein grossartiger Linieneffekt ergeben. Da natürliche Führungslinien oft dezent sind, sollten Sie immer wieder bewusst nach diesen suchen.

4. Improvisierte Führungslinien: eigene Linien arrangieren


Als Fotograf kann es für Sie auch Situationen geben, in denen Sie trotz intensiver Suche keine passende Führungslinie finden (z. B. beim Schnappschuss auf das offene Meer bei wolkenfreiem Himmel). Mit etwas Kreativität können sich dennoch interessante Linien ergeben.

Hilfreich ist dabei oft das Spiel mit der Verschlusszeit der Kamera. Lassen Sie die Blende Ihrer Kamera lange genug geöffnet, so kann beispielsweise auch ein Schiff auf dem Meer mit dem Strahl der Heckwelle eine interessante Linie ergeben. Ebenso eignen sich auch Lichter von Autos bei Nachtaufnahmen oder bewegtes Wasser, das bei entsprechender Belichtung wie eine Linie wirken kann.
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5. Kontrastreiche Führungslinien: Linien in Portraits


Wer an die Portraitfotografie denkt, denkt üblicherweise nicht automatisch auch an Führungslinien. Weiche Gesichtszüge eignen sich nicht für „Leading Lines“. Doch genau darin besteht eine grosse Chance. Möchten Sie eine Person besonders zart und weich darstellen, so kann es hilfreich sein, die Person in einem extrem klaren und technischen Hintergrund abzulichten.
Interessant kann dabei beispielsweise das Abstützen auf einem Geländer sein oder ein Fotoshooting an einer alten Brücke mit Metallrippen, die mit ihren vielen Linien für einen attraktiven Bildkontrast sorgt.

Beispiel: https://onlop.wordpress.com/2015/08/03/fuehrungslinien/

6. Erkennbare Führungslinien: die Auswahl der passenden Kameraeinstellungen


In den meisten Fällen ist es sinnvoll, Führungslinien sehr scharf darzustellen, damit diese den Blick des Betrachters direkt in die Bildmitte führen. Eine kleine Blende scheint deswegen häufig als das Mittel der Wahl, da so eine grosse Schärfentiefe erzeugt werden kann.

Allerdings kann es auch Situationen geben, in denen eine grosse Blende hilfreich ist, z. B. dann, wenn Sie den Hintergrund verschwimmen lassen möchten, um eine Linie im Vordergrund deutlicher hervorzuheben (z. B. Geländer).

Auch Kontraste können hilfreich sein, um Führungslinien zu betonen, beispielsweise der Farbkontrast zwischen einem gelb-orangen Weg und grünen Bäumen oder die Nutzung des Hell-Dunkel-Kontrastes im Bezug auf Schatten. Alles in allem ist es jedoch wichtig, bei der Darstellung der Führungslinie stets die gesamte Aufnahme im Blick zu haben, um die Führungslinie harmonisch in den gesamten Bildaufbau einzufügen.
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7. Betonte Führungslinien: die passende Nachbearbeitung


Durch die passende Nachbearbeitung lassen sich Führungslinien noch deutlicher hervorheben. So greifen viele Fotografen auf das selektive Abdunkeln sowie Aufhellen zurück. Möchten Sie zum Beispiel Ihre aufgenommene Führungslinie in den Fokus bringen und damit das Auge des Betrachters darauf lenken, gilt es die Führungslinie aufzuhellen. Es kann allerdings auch die Umgebung der Führungslinie verdunkelt werden, so dass ein Hell-Dunkel-Kontrast entsteht, der den Blick des Betrachters anzieht.

Ebenso kann es hilfreich sein, die Schärfe einzelner Bildelemente zu reduzieren, wenn diese der Präsenz der Führungslinie im Bild schaden (z. B. überdeutlich dargestellter Hintergrund).

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